Start Hausnotruf des ASB für Taunusstein und Niedernhausen verteuert sich
« Start »
20.04.2012 Comments: 0

Hausnotruf des ASB für Taunusstein und Niedernhausen verteuert sich

Tags
Teilen

Untertaunus. Der als Ersatz für den Zivildienst eingeführte Bundesfreiwilligendienst läuft besser als erwartet. Dem Vernehmen nach gibt es insgesamt sogar mehr Bewerber als Stellen. Anders beim Arbeiter-Samariter-Bund, weshalb dort der Preis für den Hausnotrufservice um mehr als sieben Prozent gestiegen ist.

Teilzeitkräfte ersetzen Zivis

„Beim ASB Wiesbaden-Rheingau-Taunus leisten derzeit 40 junge Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr ab, aber nur drei den Bundesfreiwilligendienst“, verdeutlicht Regionalgeschäftsführer Martin Seifarth die Situation beim Arbeiter-Samariter-Bund. Die FSJler wiederum seien vor allem am Einsatz im Sanitäts- und Rettungsdienst interessiert. Der Hintergrunddienst des Hausnotrufservices kann deshalb ohne die Zivildienstleistenden nur durch die Anstellung von Teilzeitkräften sowie durch Mitarbeiter, die auf 400-Euro-Basis beschäftigt sind, sichergestellt werden.

„Wir haben unseren Kunden im Vorfeld schon kommuniziert, dass der Preis sich entsprechend erhöhen wird“, berichtet Martin Seifarth. Etwa 7,5 Prozent mehr müssen die knapp 500 Kunden in Taunusstein sowie die etwas mehr als 300 Nutzer in Niedernhausen mittlerweile bezahlen. „Das ist zu 99 Prozent akzeptiert worden. Nur wenige Kunden haben den Vertrag gekündigt“, fügt der Regionalgeschäftsführer hinzu. In der Übergangsphase haben in Niedernhausen auch ehrenamtliche Helfer dazu beigetragen, dass der Bereitschaftsdienst rund um die Uhr gewährleistet ist. Abgesetzt wird der Hausnotruf entweder über eine Notrufuhr, die am Arm getragen wird oder über einen Piepser, der um den Hals hängt und auch mit unter die Dusche genommen werden kann. Dadurch können die Kunden in jeder Notlage um Hilfe rufen, wenn sie beispielsweise hingefallen sind und nicht von alleine wieder aufstehen können. Der Mitarbeiter des zuständigen Hausnotrufservice verfügt über einen Hausschlüssel, mit dem er den Betroffenen zu Hilfe eilen kann. Meldet sich jemand mit starken Herzbeschwerden oder weil er keine Luft bekommt, wird parallel dazu der Rettungsdienst aktiviert.

In der Landeshauptstadt nutzen etwa 4000 Kunden den Dienst, weshalb dort der Hausnotrufservice tagsüber mit zwei bis drei Mitarbeitern besetzt ist. Tritt der Fall eines zweiten Notrufs dennoch ein, solange der zuständige Bereitschaftsdienst noch unterwegs ist, übernimmt der nächste der insgesamt drei Hintergrunddienste. „Dadurch ist es uns möglich, in jedem Fall innerhalb einer vernünftigen Zeit vor Ort zu sein“, betont der Regionalgeschäftsführer.

Quelle: Wiesbadener Kurier, abgerufen am 20.04.2012 13:30 Uhr

Kommentare deaktiviert