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15.04.2012 Kommentare deaktiviert für Kleiner Sender holt immer Hilfe

Kleiner Sender holt immer Hilfe

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Wetter/Herdecke. Ein Alptraum für alle, die alt oder behindert sind und alleine leben: Sie verletzen sich in der Wohnung und sind nicht in der Lage, sich bemerkbar zu machen. Dies ist nicht nur für die Betroffenen selbst eine furchtbare Vorstellung, sondern auch für deren Angehörigen. Mit dem sogenannten Hausnotruf kann ihnen viel von ihrer Sorge genommen werden. Es bietet Sicherheit und die Gewissheit, dass im Notfall sofort Hilfe zur Stelle ist.

Funkfinger immer am Körper tragen

Wer alt, behindert oder krank und alleinstehend ist, sollte über die Anbindung an das Hausnotruf-System nachdenken: Über einen kleinen Sender, den Funkfinger, kann auf Knopfdruck jederzeit Hilfe gerufen werden – auch mitten in der Nacht. Er kann mit einer Kette um den Hals, als Armband oder als Clip körpernah getragen werden. Das funktioniert auch, wenn das Telefon in einem anderen Raum steht, der Hausnotrufteilnehmer sich im Garten, im Keller oder unter der Dusche befindet – Voraussetzung ist nur, dass er den Funkfinger immer am Körper trägt.

Aber das System bietet noch mehr: Wenn sich der Hausnotrufteilnehmer innerhalb eines vereinbarten Zeitraums nicht bei der Leitstelle gemeldet hat, wird er automatisch angerufen. Ist er dann nicht erreichbar, kommt sofort Hilfe – es ist damit ausgeschlossen, dass er (z. B. nach einem Sturz) hilflos in der Wohnung liegt.

Außerdem kann das Hausnotrufgerät durch Zusatzinstallationen zu einer vielseitigen Hilfe werden: Ein Handsender ermöglicht die Annahme eines Telefongespräches vom Sessel aus. Ein Lautsprecher kann so programmiert werden, dass für Menschen mit Hörschwäche genau die richtige Lautstärke erreicht wird. Einbruch- und Feuermelder können an das Hausnotrufgerät angeschlossen werden. Der Teilnehmer kann an die pünktliche Medikamenteneinnahme erinnert werden oder sich über das gesamte Spektrum der Alten- und Behindertenhilfe beraten lassen.

Auskunft und Beratung im FTB Grundschöttel

Die Kosten für ein Hausnotrufgerät liegen zwischen 20 und 40 Euro im Monat.

Es gibt auch noch viele andere technische Hilfen, die ein sicheres eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden unterstützen.

Auskunft hierüber geben die Ingenieure Alfred Burkl und Rainer Zott von der Wohnberatungsstelle des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein (ESV). Sie ist für die Städte Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Witten und Wetter zuständig.

Quelle: DerWesten – Das Portal der WAZ-Mediengruppe, abegerufen am 15.04.2012, 16:10 Uhr

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